Diese gelenkschonende Therapieform befasst sich mit der Behandlung von Funktionsstörungen der Extremitäten und der Wirbelsäule, soweit diese reversibel sind. Grundlage der Manuellen Therapie ist ein speziell entwickeltes Untersuchungs- und Behandlungsverfahren. Aufgrund dieser Untersuchung wird dann mit spezifischen Gelenk- und Muskeltechniken die Funktionsstörung „mobilisierend“ behandelt.

Die Manuelle Therapie ist eine geschützte physiotherapeutische Behandlungsmethode, die nur von Physiotherapeuten/innen mit einer mindestens zweijährigen Zusatzausbildung mit Abschlussprüfung angewendet werden darf. Abgerechnet werden kann dann die Abrechnungsposition “Manuelle Therapie.” Die Spitzenverbände der Krankenkassen erachten dafür 260 Unterrichtseinheiten als Mindestvoraussetzungen!

Einige Fortbildungseinrichtungen unterrichten mit ca. 400 Unterrichtsstunden weit über den gesetzlichen Mindeststandards. So auch das Berliner Ausbildungszentrum für Neuroorthopädische Manuelle Therapie (BAZNOMT), das in seiner Zertifikatsausbildung 500 Übungsstunden voraussetzt.

Erst auf diese Grundausbildung aufbauend können Physiotherapeuten/innen eine Spezialausbildung (mit mindestens 600 Unterrichtseinheiten) nach internationalen Standards (IFOMT) absolvieren. Diese enthält sowohl Kurse, als auch Praktika und Kurshospitationen, mit welchen ein Abschluss als Diplommanualtherapeut (DMT) oder (OMT) erworben werden kann. Diese Abschlüsse variieren durch die in Deutschland unzähligen Fortbildungsanbieter bzw. Berufsverbände. Ein Physiotherapeut/in ist nach durchlaufender Ausbildung ein Fachmann/-frau in muskuloskelletaler Befunderhebung und Behandlung.